Noch nicht durch

ist das Thema “Schlehen” bei mir. Ich wollte ja im letzten Herbst welche sammeln, wurde aber nicht fündig. Dann hieß es: Die wachsen hier nicht. Hmmm … wirklich nicht?! Nun habe ich recherchiert – virtuell und zu Fuß. Dornen gibt’s reichlich … seufz. Damit habe ich schon schmerzhafte Erfahrungen gesammelt. Beim Weißdorn. Er wiederum weist Ähnlichkeiten mit dem Schwarzdorn bzw. Schlehdorn auf, vor allem im Frühjahr mit den hübschen kleinen weißen Blüten. Aber dank der Informationen in Wiki zum Schleh- oder Schwarzdorn weiß ich nun, dass er früher blüht als  der Weißdorn, nämlich bevor er die Blätter ausgebildet hat. Aha, damit kann ich doch gezielt suchen. Und ja, ich habe nun welchen entdeckt.

Notiz für mich: Richtung Grenzstreifen, linke Seite. Meist in der zweiten bis dritten Reihe wachsend, fast schon zwischen den Bäumen. Gut getarnt hinter anderen Sträuchern wie z.B. Holunder. Sollte ich mich im Herbst wirklich “vergreifen” und dummerweise die Früchte des Weißdorns erwischen, wird es zwar wieder nix mit Schlehen-Leckereien, doch zumindest sind sie für den Verzehr unbedenklich.

Bis zum Herbst ist es ja noch ein Weilchen. Zuvor werde ich wieder Holunderblütensirup kochen – und Holler wächst hier unübersehbar an jedem Wegesrand.

Doei!

Sprich “dui”, nein, mehr singend rufen, denn dieses “Doei” hat etwas Fröhliches an sich. Wird gern zur Begrüßung und zum Abschied gesagt (gesungen). Damit habe ich einen niederländischen Kollegen verblüfft. Worauf er mich fragte, ob ich aus Süd-Holland komme … Nööö, den Gruß kenne ich auch aus Nord-Holland. Kann nicht sein, meinte er, im Norden würde das “Hoi” verwendet. Jaaaa, auch – doch aus meiner Erfahrung hatte sich das “Doei” schon gut durchgesetzt. Und überhaupt, das kurz gesprochene “Hoi” klingt nicht halb so melodisch wie das “Doei”. Nein, nein, er bestand darauf, dass es im niederländischen Norden kein “Doei” gibt, sondern das “Hoi” verwendet wird. Das wisse er ganz genau, da er schließlich von dort stammt.

Tja, da haben wir lange darüber diskutiert … bis sich rausstellte, dass der liebe Kollege von Groningen kommt. Groningen – Provinz Groningen, das ist natürlich nochmal was gaaaaaanz anderes als die Provinz Noord-Holland. Die liegt seiner Meinung nach in Süd-Holland … hach ja. Er verabschiedete sich dann mit einem freundlichen “Hoi” und ich schickte ihm ein “Doei” im Singsang hinterher. Gegrinst haben wir beide …

Das Leben an der Küste

Ein äußerst komplexes Thema – angefangen von der Entstehung bis hin zu Veränderungen. Nirgends könnte es anschaulicher und begreifbarer dargestellt werden als im Natureum Niederelbe. Diese Einrichtung liegt genau im Küstenbereich der Nordsee mit Oste- und Elbmündung und lädt zum Entdecken der Faktoren ein, die das Leben an der Küste beeinflussen. Gestern, heute und morgen. Es zeigt die Sensibilität dieses Landstreifens auf, die übertragbar auf alle Küstenregionen ist.

Es war nur eine Stippvisite, wo ich gar nicht alle Eindrücke so schnell verarbeiten konnte und fix einige Bilder im Haus und im Außenbereich gemacht habe. Doch ich bin fasziniert, wie einzelne Komponenten schlüssig die Zusammenhänge aufzeigen. Manchmal an Stellen, wo es zunächst nicht offensichtlich ist, wie z.B. der globale Handel und die Ökobilanz der transportierten Güter zusammenhängen. Oder wo eingeschleppte Tierarten unter die Lupe genommen werden, und wie sich ihre Anwesenheit hier an der heimischen Küste auswirkt.

Sehr viele interaktive Stationen, wo man anhand von Modellen und Animationen verstehen lernt. Die Küstensymphonie der Vögel – unbedingt anhören. Im Kino die Filme genießen, die die Küstenregion aus unterschiedlichen Perspektiven – aus der Luft, auf dem Land und unter Wasser – zeigen. Auch im überaus großzügen Freigelände sind Stationen aufgebaut, die z.B. die Tier- und Pflanzenwelt im wahrsten Sinne in natura erklärt. Was ist der Unterschied zwischen Wetter und Klima? Nun, Wetter hatten wir an dem Tag reichlich, wie die Fotos zeigen – norddeutsch kräftige Regenschauer ;-) Für das Natureum Niederelbe werde ich mir beim nächsten Besuch ausreichend Zeit mitnehmen – ein unbedingtes Highlight zum Erkunden mit allen Sinnen! Ebenso schön die Natureum Website, der man die Vielfältigkeit inkl. Sonderausstellungen und Aktionen entnehmen kann.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Herzlichen Dank an Frau Dr. Clivia Häse für die freundliche Genehmigung, dass ich die Fotos hier zeigen darf.

Gut Ding

will Weile haben. Überzeugungskunst und Faktor Zeit … in diesem Fall hat es ja nur schlappe 3 Jahre gedauert ;-) Oder: Der Zeitpunkt muss ganz einfach stimmen, dann fügt sich alles stimmig. Eine Lösung für Menschen, die jederzeit und überall Herr bzw. Frau ihrer eigenen Website sein wollen und müssen. In einem verständlichen und leicht zu bedienenden Pflegemodus. Klar, genau hier, wo wir uns alle tummeln – bei wordpress. Herzlich willkommen mahrgie!

http://mahrgie.wordpress.com/