Beim ersten Trecker

war mir schon klar, worum es – selbst am Sonntag – ging …

um das Dauerthema „Mais“. Ist ja längst noch nicht alles abgeerntet.

Wir haben eine Weile zugeschaut, wie Mähmaschine und Trecker Seite an Seite ihre Erntespuren über das Feld zogen.

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Die Herren standen bzw. saßen nicht da, um den Mais zu bewachen … Sie warteten darauf, dass die Rotte Wildschweine aufgescheucht wurde und aus dem Maisfeld heraus kam, damit sie die Tiere bequem abschießen können. Erst anfüttern im großen Stil und dann …

Während mir schon wieder der Kamm anschwoll aus mehreren Gründen, entschied ich mich zunächst für den Rückzug. Wenn es wirklich ernst wird, dann stehe ich mit Alina mitten drin im Chaos. Und ich muss von diesem „Schauspiel“ nicht Zeuge werden. Doch dann setzten wir unseren Weg fort, wobei ich mir ein Grinsen nicht verkneifen konnte. Denn meine Nase hatte plötzlich eine Witterung aufgenommen. Und sie ist trainiert … Es war keine Rotte, vielleicht zwei oder drei Tiere. Und sie hatten wohl kurz vor Einfall der Jäger Wind davon bekommen und sich quer übers angrenzende Feld in den Wald zurückgezogen. Kluge Köpfe, diese Schwarzkittel!

Tja, so sind Alina und ich also seelenruhig über den Weg gebummelt, haben viel entdeckt und bestaunt. Ebenso langsam kamen wir nach einer halben Stunde wieder auf dem Rückweg vorbei. Mein Mitleid für die Jackenträger, die mittlerweile in ihrem eigenen Saft … äh Schweiß kochten, hielt sich echt in Grenzen.

Ich will hier nicht über Hege, Pflege und andere waidmännische Aufgaben diskutieren. Doch mein gestörtes Verhältnis zu dieser Zunft resultiert aus jahrelangen Begegnungen und Erlebnissen mit Kandidaten, die eine vernünftige Ausübung heftig infrage stellen. Gerade auf dem Land wird man häufig genug Zeuge, dass da Vieles im Argen liegt. Anblicke, die mir das Herz zerreißen. Da ist das Landleben aber ganz fern von jeglicher Romantik.

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Sonntag?

Fing nicht sonderlich vielversprechend an. Der erste Eindruck:

Sichtweite also nur mittelprächtig. Doch es war erkennbar, dass die Sonne sich ihren Weg bahnen würde. Der zweite Eindruck:

Och nööööö … Autos dieses Typs lassen auf meine inkompatiblen „Freunde“ schließen. Nun gut, er hat uns passieren lassen. Danke, dass wir Sonntag morgens hier spazierengehen dürfen … tsssss. Und hinter der Ecke sah ich dann das von Weitem:

Sollte ich mich mit meinem roten Jäckchen dazugesellen? Ach nee, ich hatte es ja gar nicht an, weil es mir darin sonst zu warm geworden wäre. An diesem Morgen mal in azurblau unterwegs. Hätte farblich sowieso nicht gepasst. Außerdem zielte der Typ rechts schon auf uns. Wenn du ihn fragst, wird er mit Sicherheit behaupten, dass er auf die Entfernung durchs Zielfernrohr schauen musste, was sich denn da in azurblau durch die Felder bewegte. Und ob der große prächtige „Fuchs“ dazu gehört … Kann man ja mit bloßem Auge nicht erkennen. Und dass der Finger ganz bestimmt nicht am Abzug war …