Schnell, schnell …

bevor der Rasenmäher kommt und diesen tollen Anblick zerstört. Rund um den Dorfteich ein Meer aus Pusteblumen. Jede einzelne so filigran, gemeinsam wirken sie wie ein fluffiges Kissen. Sonnenstrahlen, die durch die Blätter der Linden fallen und eine sanfte Brise erzeugen durch Lichtreflexe und leichte Bewegung die Illusion eines Meeres.

Souvenirs

Andenken an schöne Momente, Urlaubserinnerungen oder sonstwas. Früher habe ich sowas – möglichst Kitsch hoch drei – gehortet. Um noch etwas von der besonderen Stimmung in den Alltag mitzunehmen. Visuelle Anker sozusagen. Im Laufe der Jahre habe ich da eine andere, pragmatische Strategie entwickelt. Etwas mitnehmen, das ich (ver)brauche … und möglichst für jede Sinneswahrnehmung etwas finden.

Für den letzten Urlaub sind folgende „Souvenirs“ zusammengekommen:

  • Sehen – eins meiner Lieblingsfotos ziert den Desktop meines PCs, die Meerglasscherben im Glas und die Ansichtskarte, die ich mir selbst geschrieben habe
  • Schmecken – Kaffee von den Pads, die ich mitgebracht habe
  • Fühlen – die Konsistenz von Haargel und -wachs, das ich täglich nutze und im Drogeriemarkt von Callantsoog gekauft habe
  • Riechen – ich habe ein ehemaliges Lieblingsparfum, das mit weniger guten Erinnerungen verknüpft war, täglich im Urlaub benutzt und somit neue, positive Dufterlebnisse verknüpft. Außerdem wird mich immer der Duft von Narzissen, Hyazinthen und Tulpen in Urlaubserinnerungen schwelgen lassen.
  • Hören – meinen Lieblingsradiosender Sky Radio NL. Dazu habe ich in jedem Urlaub immer einen Song, der mir einen Gute-Laune-Ohrwurm beschert. Dieses Mal war es „Shape Of You“ von Ed Sheeran.

Tja, und wegen des Lieblingssenders hat nun doch wieder ein Ding Einzug in mein Leben gehalten, von dem ich immer behauptet habe: Sowas brauche ich nicht …

Weil ich beim Hören pingelig bin und der Lautsprecher des PCs mir da einfach nicht ausreicht. Da muss schon ein bisschen Klang her und das zu jeder Zeit – unabhängig vom PC.

Nicht zu vergessen der 6. Sinn, der mir zuflüstert, dass das „alte Kapitel Callantsoog“ nun in Frieden abgeschlossen und damit der Weg frei dafür ist, etwas Neues zu schaffen.