Absolute Traumlage

mitten im Grünen, direkte Nähe zur Natur. Ökologische Bauweise, die sich harmonisch in die Natur einfügt. Bei der Innenausstattung wurde ebenfalls Wert auf natürliche Materialien mit Nachhaltigkeitsfaktor gelegt. Großzügiger Abstand zu den Nachbarn. Ungestörte und friedliche Lebensweise garantiert. Die Infrastruktur ist zwar ein bisschen dünn, aber es gibt in fußläufiger Entfernung eine erstklassige Imbissbude, die rund um die Uhr geöffnet ist.

Regina hatte es schon richtig erraten – es geht um ein Igelhaus 🙂 Hier sehen wir das Musterhaus, Eigentümerin ist Frau Nachbarin. Und eins der Igelkinder hat es mittlerweile zum Dauerwohnsitz erkoren. Sie erspäht es manchmal, wenn es auf direktem Weg zur Imbissbude läuft und später auf ebenso direktem Wege wieder zurück ins Haus marschiert. Das Haus hat eine Bodenplatte und wenn Dauerfrost einsetzt, würden wir eine Styroporplatte zur Isolierung noch darunter legen.

Tja, Igel sind Einzelgänger. Die Statistik sowie einschlägige Quellen besagen, dass Igel(geschwister) sich durchschnittlich bis zu einem Gewicht von 300 Gramm gegenseitig tolerieren. Doch unsere Igelkinder sind alles andere als durchschnittlich – wer will das schon sein? Sie pfeifen auf die Statistik. So versucht eins von Beiden, sich einen anderen Standort zu suchen und zieht immer größere Kreise. Und wird immer wieder von Frau Nachbarin oder mir eingefangen und zurück in den Garten transportiert. Vorgestern habe ich den kleinen Kerl nächtens wieder auf der Straße aufgesammelt … So tippe ich mal vom Wiegen aus dem Handgelenk darauf, dass sie nun ca. 200 Gramm auf die Waage bringen. Also immer noch viel zu wenig, um durch den Winter zu kommen. Die einschlägigen Quellen sprechen von einem Mindestgewicht von 500 Gramm.

Da es mit der Wohngemeinschaft definitiv nichts mehr wird, muss also ein zweites Haus her, das wir auf einer anderen Ecke aufstellen werden. So haben Beide denselben Abstand bis zur Futterstelle, ihre Häuser liegen aber weit genug auseinander, dass sie sich nicht in die Quere kommen. Ich hatte im Internet recherchiert und bin dann auf dasselbe Modell gekommen – weil ich es in natura kenne und finde, dass der Preis gerechtfertigt ist. Gut finde ich den Tunneleingang, damit Katzen keine Chance haben, in das Haus hineinzupföteln.

Frau Nachbarin hatte anfangs Strohhalme hingelegt, um zu sehen, ob einer der Igel den Eingang benutzt hat. Doch wie sie mit eigenen Augen feststellen konnte, ist der Igel so smart, darüber hinweg zu laufen, ohne sie zu verschieben 😉

Gekauft ist das Haus, es wird bezugsfertig aufgestellt und dann werden wir sehen, ob das Angebot angenommen wird. Ob wir es damit schaffen, beide Igelkinder hier im Garten zu „halten“, damit wir ein waches Auge im Winter darauf halten können.

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